Vom Lembacher Faustkeil bis zur Rebellion im Jahr 1626

AUDIO PODCAST | Teil 2 - Was passierte in den Jahrzehnten und Jahrhunderten vor dem Bauernkrieg | 5000 Jahre Lembach

CHRONIK – Die nebelverhangene Geschichte Lembachs beginnt lange vor dem O.Ö. Bauernkrieg bzw. den Bauernkriegen. Heute wollen wir auch der Zeit VOR der großen Rebellion des Bauernkrieges unsere Aufmerksamkeit widmen. Der heutige Podcast – Teil 2 zur Geschichte Lembachs soll ebenso wie schon Podcast – Teil 1 keine typische historische Abhandlung sein, sondern einfach bestimmte Ereignisse näher in den Fokus rücken. Dadurch wird Geschichte lebendiger. Auch der heutige Artikel bzw. Podcast ist absolut inoffiziell und erhebt keinen Anspruch auf absolute Gültigkeit, obwohl verlässliche Quellen verwendet wurden. Der offizielle Teil startet dann bald unter dem Motto „Mut zum Frieden – Lembach26“.

Geschichtlicher Hinweis: Bei dem ganz konkreten Auslöser für den Bauernkrieg gibt es verschiedene Geschichtsdeutungen. In diesem Video-Podcast wird diesmal die etwas weniger wahrscheinliche Variante mit einem Raufhandel bei einem Kirtag in Lembach mit getöteten Soldaten verwendet.
Beim „Podcast – Teil 1“ zum Bauernkrieg auf Lembach-Online (–> Link) wurde die wahrscheinlichere Variante mit den getöteten Soldaten im ehem. Wirtshaus in Habach aufgegriffen (wohl weil am gleichen Tag im Ort Lembach wirklich ein Kirtag war). Am wenigsten wahrscheinlich ist übrigens jene Variante, wonach es nur einen Raufhandel ohne Tote gegeben haben soll.

Technischer Hinweis: Der Inhalt sowie die Präsentation dieses Podcasts wurde mit großzügiger Unterstützung einer maschinellen Intelligenz generiert. Da die Entwicklung dieser Systeme noch am Anfang steht, müssen deren Aussagen bzw. Schlussfolgerungen nicht immer 100%ig korrekt sein. Auch bei Intonierung und holistischen Assoziationen (sprich Querdenken) kann die Maschine manchmal ihre Probleme haben. Es schadet deshalb nie, eine gewisse Skepsis an den Tag zu legen. Das gilt zwar für menschengemachte Inhalte genauso, dort wird es aber eher toleriert.

Podcast Teil 2 hier abspielen ..

.. oder als Youtube-Videoclip abspielen ..

https://www.youtube.com/watch?v=DhBqca5NpTs

.. oder natürlich auch auf Tiktok

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Älterer Artikel zum Podcast – Teil 1 (Link)

Quelle: Lembach-Online | Reinthaler

Wissen: Kriegsgeräte in der Zeit der Bauernkriege

Akkordion öffnen Akkordion schließen Der Bauerkriegsbrunnen in Lembach (–> Klicken)

Der aktuelle Lembacher Marktbrunnen, der sogenannte Bauernkriegsbrunnen, wurde im Jahr 1987 gestaltet und erbaut.

Seine Errichtung erfolgte im Rahmen einer umfassenden Neugestaltung des Marktplatzes anlässlich des 375-jährigen Jubiläums der Markterhebung von Lembach. Hierbei sind folgende Details zur Entstehung relevant:

  • Künstlerische Gestaltung: Der Brunnen wurde von Prof. Max Stockenhuber aus St. Magdalena bei Linz entworfen. Sein Projekt setzte sich in einem Gestaltungswettbewerb mit knapper Mehrheit gegen andere Entwürfe durch, die oft keine spezifische Beziehung zum Ort aufwiesen.
  • Historischer Kontext: Der Brunnen dient als Denkmal für den Oberösterreichischen Bauernkrieg, der am 17. Mai 1626 in Lembach seinen Anfang nahm.
  • Vorgeschichte: Vor dem aktuellen Brunnen gab es einen alten, viereckigen Marktbrunnen. Dieser wurde jedoch im Jahr 1950 im Zuge der Staubfreimachung (Asphaltierung) der Ortsdurchfahrt entfernt.
  • Feierliche Einweihung: Die offizielle Übergabe des neu gestalteten Marktplatzes samt dem Brunnen fand im August 1987 im Beisein von Landeshauptmann Dr. Ratzenböck und Diözesanbischof Maximilian Aichern statt.

Der Bauernkriegsbrunnen wirkt heute wie ein fest verankerter Zeitzeuge aus Stein und Metall, der die Brücke zwischen der kriegerischen Vergangenheit des Ortes und dem modernen Marktplatzleben schlägt.

Das auf dem Bild gezeigte Kriegsgerät ist ein Morgenstern. An sich ist Morgenstern ja ein sehr schöner Name und in Österreich eher mit Thomas Morgenstern, dem bekannten österreichischen Skispringer (3-facher Olympiasieger, 8-facher Weltmeister), assoziiert. In unserem Fall ist es jedoch ein historisches Merkmal an unserem Marktbrunnen in Lembach, das an den Bauernkrieg erinnern soll.

Details zum Morgenstern

  • Definition: Eine mittelalterliche Schlagwaffe, die aus einem Schaft mit einem stachelbewehrten Kopf besteht.
  • Symbolik: Der Morgenstern galt oft als typische Waffe der Bauern und Aufständischen. In der Kunst und bei Denkmälern steht er häufig als Symbol für den Widerstand gegen Unterdrückung.
  • Wirkung: Durch die massiven Eisenstacheln war die Waffe so effektiv, dass sie sogar Rüstungen durchdringen konnte.

Unterscheidung zum Streitflegel

Häufig werden diese Waffen verwechselt. Sprachlich und historisch gibt es jedoch einen klaren Unterschied:

  • Morgenstern: Der stachelige Kopf sitzt fest oben auf dem Stiel.
  • Streitflegel (oder Kettenmorgenstern): Der Kopf ist über eine Kette beweglich mit dem Griff verbunden.

Die Skulptur am Brunnen zeigt die Variante mit festem Kopf, was der klassischen Definition des Morgensterns entspricht.

Quelle: Lembach-Online | Reinthaler

Profilbild von Chronik (G)
Chronik (G) Josef REINTHALER Bildung | Geschichte
Verfasst am: 20.01.2026
Zugriffe: 97