© Josef ReinthalerLaut für den Frieden – mitten am Land.
Das war das LandLaut Wochenende. Mehr dazu im Beitrag.
Mit dem LandLaut Forum am Freitag und dem LandLaut Marktfest am Samstag erlebte das Projekt „Mut zum Frieden – Lembach26“ vergangenes Wochenende einen weiteren Höhepunkt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der Region und darüber hinaus nutzten die Gelegenheit, das vielfältige Programm zu erleben. Besonders erfreulich war die bunte Mischung der Gäste: Vom Kleinkind bis zur Seniorin, vom Kunst-und Kulturinteressierten bis zur Konzertbesucherin.
LandLaut Forum
Den ersten Teil bildete am Freitag das LandLaut Forum in der Alfons-Dorfner-Halle. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher ließen sich den Themenabend rund um „400 Jahre Bauernkrieg“ nicht entgehen. Vorträge, Diskussionsrunden, Filmbeitrag und Co regten zum Nachdenken an, eröffneten neue Perspektiven und machten deutlich, wie aktuell die Fragen von damals auch heute noch sind. Zur Stärkung zwischendurch servierte Gastronom Erwin Altendorfer eigens für den Themenabend das Gericht „Katzeng’schroa“ – ein herzhaftes Fleischgericht, das bei den Gästen großen Anklang fand. Bunte Wimpelketten, historische Schautafeln und zahlreiche liebevolle Details sorgten für ein stimmiges Gesamtbild. Das Dekorations- und Vorbereitungsteam hatte ganze Arbeit geleistet und einen professionellen Rahmen geschaffen, der dem Anlass mehr als gerecht wurde.
LandLaut Marktfest
Bereits am Samstagmorgen ging es mit dem LandLaut Marktfest weiter. Anfangs zeigte sich der Marktplatz mit den bunt durchmischten Ausstellerinnen und Ausstellern noch etwas verschlafen, doch das Sommerwetter lockte rasch immer mehr Besucherinnen und Besucher ins Ortszentrum. Straßenmusikerin Elisabeth Lamendin sorgte mit ihren Chansons für eine entspannte Atmosphäre, während die Stelzenfee Groß und Klein gleichermaßen verzauberte. Die Stelzengeherin war definitiv ein Publikumsliebling des Tages.
Auch das Theaterprogramm wurde hervorragend angenommen. Im schattigen Garten des Gasthauses Altendorfer fanden sowohl das Puppentheater als auch später das Improvisationstheater von Wagner & Co ein begeistertes Publikum. Die Plätze waren bis auf den letzten Platz besetzt, unter den Gästen befand sich auch Kulturdirektorin Mag.a Margot Nazzal.
Ein besonderes Highlight waren die Beiträge der Lembacher Kinderbildungseinrichtungen. Die Volksschule setzte mit ihrem musikalisch begleiteten Luftballonstart ein berührendes Friedenszeichen. Die Schülerinnen und Schüler der Technischen Neuen Mittelschule beeindruckten mit einem kreativen und vielfältigen Bühnenprogramm, das von Rap-Einlagen bis zum gemeinsam gesungenen „We Are The World“ reichte. Der langanhaltende Applaus zeigte, wie sehr das Publikum den Mut und das Engagement der jungen Menschen wertschätzte.
Während des Marktfestes war auch das Kunsthaus tagsüber geöffnet und ein Magnet für alle Kunstinteressierten. Auch die Kleinsten durften ihrer Kreativität Ausdruck verleihen, im Hof des Kunsthauses entstanden bei einem Malworkshop einzigartige Kunstwerke.
Auch das Kinderprogramm im schattigen Bereich beim Kaufhaus Haderer wurde hervorragend angenommen. Besonders die große Hüpfburg erwies sich als Highlight für die Kids. Dort wurde gehüpft, gelacht und gespielt, da rückten auch die heißen Temperaturen schnell in den Hintergrund.
Am frühen Abend eröffnete Nana Falkner mit ihrer Band das Konzertprogramm mit großer Bühnenpräsenz, Authentizität und spürbarer Leidenschaft für ihre Musik. Anna Buchegger begeisterte anschließend mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus musikalischer Kraft, Energie und klaren Botschaften. Auch ihre großartige Band begeisterte mit musikalischer Qualität und Energie. Und spätestens bei Moop Mama x Älice verwandelte sich der Marktplatz endgültig in ein Open-Air-Festivalgelände. Die Band heizte dem Publikum 90 Minuten lang ein und sorgte für ausgelassene Stimmung. Den Abschluss übernahmen die Deaf Rabbits, die mit ihrem DJ-Set bis spät in die Nacht für beste Stimmung sorgten.
Alles in allem darf man auf ein Wochenende voller Energie und Begeisterung zurückblicken, von dem Lembach wohl noch lange zehren wird.
Fazit „Mut zum Frieden“-Projekt
Besonders erfreulich ist die große Wertschätzung, die dem gesamten „Mut zum Frieden“-Projekt entgegengebracht wurde. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, die positiven Rückmeldungen und die spürbare Begeisterung zeigten, dass die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit, Planung und Vorbereitung nicht umsonst waren. Ein Wochenende dieser Größenordnung ist in einer Gemeinde wie Lembach keine Selbstverständlichkeit. Umso schöner ist es, dass so viele Menschen gekommen sind, mitgefeiert haben und die besondere Atmosphäre genossen haben.
Hinter dem Erfolg stehen zahlreiche Menschen, die über viele Monate hinweg geplant, organisiert, aufgebaut, dekoriert, gekocht, betreut und mitgeholfen haben. Ein besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Vereinen, den Bildungseinrichtungen, den Künstlerinnen und Künstlern, den Wirten und Bäuerinnen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde sowie allen, die mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrem Engagement zum Gelingen beigetragen haben.
„Mut zum Frieden“ hat eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn Menschen mit unterschiedlichen Talenten, Fähigkeiten und Zugängen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. Die Schwerpunktwochenenden waren Tage der Begegnung, der Kultur und des Miteinanders und ein sichtbares Zeichen dafür, dass „Mut zum Frieden“ weit über einzelne Veranstaltungen hinauswirkt.
© Walter Reinalt, Josef Reinthaler



















