Interview mit Thomas Ammerstorfer
anlässlich des Höhenfeuers am Fr, 14. August bei der Bauernkriegsbuche in Obernort. Mehr im Beitrag.
Auf dem Grundstück der Familie Ammerstorfer in Obernort steht die Bauernkriegsbuche – ein Ort, der seit Jahrhunderten an die Ereignisse des Oberösterreichischen Bauernkrieges 1626 erinnert. Wenn am 14. August dort wieder ein Höhenfeuer entzündet wird, knüpft die Ortsbauernschaft an eine jahrhundertealte Tradition an. Jungbauer Thomas Ammerstorfer erzählt von persönlichen Kindheitserinnerungen, der Bedeutung dieses geschichtsträchtigen Platzes und davon, warum das Höhenfeuer auch heute noch Gemeinschaft stiftet.
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Am Freitag, 14. August 2026, wird dieses historische Zeichen noch einmal lebendig: Die Ortsbauernschaft Lembach entzündet gemeinsam mit St. Agatha zeitgleich ein Höhenfeuer. Es bildet einen weiteren Höhepunkt des Lembacher Gedenkjahres „Mut zum Frieden – Lembach26“.
Interview mit Jungbauer Thomas Ammerstorfer
Seit wann ist der Bauernhof im Besitz der Familie Ammerstorfer bzw. wie weit reichen die Aufzeichnungen über den Hof zurück?
Der Hof ist seit 1743 im Besitz unserer Familie. Seit 1887 trägt er den Namen Ammerstorfer, zuvor war er als Gahleitner-Hof bekannt. Die Aufzeichnungen über den Hof reichen bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück.
Welche persönliche Erinnerung hast du an die Bauernkriegsbuche?
Ich erinnere mich immer wieder gerne daran, wie wir als Kinder rund um die Buche gespielt haben. Es freut mich besonders, dass ich heute meine eigenen Kinder an diesem Platz spielen sehe.
Was bedeutet es für dich, dass die Bauernkriegsbuche heute auf eurem Grundstück steht?
Für mich bedeutet das, dass wir im Alltag – egal ob beim Mähen oder Heuen – immer wieder an vergangene Zeiten erinnert werden. Gleichzeitig können wir die Geschichte dieses Ortes an unsere Kinder weitergeben.
Gab es bei euch zu Hause Erzählungen über das letzte Höhenfeuer im Jahr 2001?
Ich selbst erinnere mich noch gut daran. Für uns Kinder war es damals ein besonderes Highlight, dieses große Feuer miterleben zu dürfen.
Was bedeutet es dir persönlich, dass heuer wieder ein Höhenfeuer entzündet wird?
Das Höhenfeuer gibt uns die Möglichkeit, bewusst an die damalige Zeit zu denken – daran, wie die politischen und arbeitsmäßigen Verhältnisse früher waren. Gleichzeitig zeigt es uns, wie viele Vorteile wir heute genießen dürfen. Besonders freut mich, dass der Zusammenhalt in der Ortsbauernschaft auch heute noch so stark ist wie früher. Ich hoffe, dass das auch in Zukunft so bleibt.
Was muss bis August alles vorbereitet werden?
Bis dahin gibt es noch einiges zu erledigen: Verpflegung organisieren, Holz vorbereiten, Kommunikation und Abstimmung mit St. Agatha sicherstellen, Werbung machen, Helfer einteilen, Heimbringerdienst organisieren
Was sollen die Menschen, die im August hierherkommen, von diesem Abend mitnehmen?
Ich wünsche mir, dass alle schöne und fröhliche Erinnerungen an diesen besonderen Abend in unserer wunderschönen Heimatkulisse mit nach Hause nehmen. Ein solches Höhenfeuer wird es vermutlich erst in 25 Jahren wieder geben – deshalb sollen die Erinnerungen daran möglichst lange erhalten bleiben.



















