Wursteln & Schlendrian

Diesen Sa, 12.9. findet die dritte Kunsthaus-Vernissage mit anschließendem Konzert statt. Mehr im Beitrag.

Mit der dritten Vernissage diesen Samstag, 12. September um 19 Uhr steht die nächste 2er-Ausstellung im Kunsthaus kurz bevor. Dieses Mal nehmen Kunstwerke von Elisabeth Falkinger und Nicole Kudla das Kunsthaus ein. Die Ausstellung dauert bis 27. September. Begleitet wird die Vernissage am kommenden Samstag von einem Konzert des Bläserensembles VIENTA. Der Eintritt (Vernissage, Ausstellung, Konzert) ist FREI!

Über die Ausstellung
Was entsteht, wenn zwei Künstlerinnen ihre künstlerischen Praktiken miteinander verwursteln, verdrehen und auf die Probe stellen? Stränge, Adern, Seile, Fridatten – oder doch Gedärme? Bei Nicole Kudla und Elisabeth Falkinger ist die Antwort bewusst offen.
Unter dem Titel „Wursteln & Schlendrian“ treffen zwei künstlerische Positionen aufeinander, die sich nicht auf einen geradlinigen Weg festlegen lassen. Im gemeinsamen Arbeiten wird gewurstelt, ausprobiert, verschoben und neu zusammengesetzt. Ausgangspunkte sind Kindheitserinnerungen, persönliche Erfahrungen, gelebte Realitäten und die Absurditäten des Alltags.
Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell ein Ziel zu erreichen. Vielmehr entsteht aus dem Herumwursteln ein eigener Rhythmus: ein Schlendrian, der sich Zeit nimmt, Umwege zulässt und selbst den kleinsten Windungen folgt. Mit einem Augenzwinkern und einer gehörigen Portion (Selbst-)Ironie wird Bekanntes verdreht, neu betrachtet und in überraschende Zusammenhänge gebracht.

„Wursteln & Schlendrian“ versteht sich als künstlerischer Prozess zwischen Material, Erinnerung und Imagination. Eine Ausstellung, die nicht den geraden Weg sucht, sondern neugierig fragt, was passieren kann, wenn man einfach einmal draufloswurstelt.


Elisabeth Falkinger (geb. 1988 in Rohrbach, lebt in der Stritzlmühle, Putzleinsdorf und in Wien) ist Künstlerin, Müllerin und Gärtnerin. In ihrer vielfältigen künstlerischen Arbeit analysiert sie Motive und Inszenierungen von Landschaft. Ihr besonderes Interesse gilt dabei dem komplizierten Verhältnis von Mensch und Ding. Nach einem zweijährigen Arbeitsaufenthalt in den USA studierte sie Landschaftsdesign/Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Mario Terzic und Paul Petritsch. Seit 2014 ist ein roter Traktor aus dem ukrainischen Theresiental ihr künstlerisches Alter Ego. Seit 2018 ist das Helikon ihr Instrument um Landschaften auszuloten. Dabei wird Falkinger / Helikon als ein physischer und emotionaler Verstärker erlebt. Mit dem Kollektiv Feldarbeiter*innen setzt sie seit 2022 feministische und aktivistische Statements im Genreschnittpunk Landart/Performance um. Sie lebt und arbeitet in der Stritzlmühle OÖ und Wien.

Mehr Infos zur Künstlerin: www.elisabethfalkinger.com


Nicole Kudla (geb. 1978 in Wegscheid, lebt in Neufelden) ist Pädagogin und Künstlerin. Sie liebt es, alte Techniken zu entdecken und diese mit unterschiedlichen Materialien in die Gegenwart zu transformieren. In ihrem Atelier entstehen Objekte, die sowohl funktionell als auch dekorativ sind. Nach der pädagogischen Ausbildung begann die intensive Auseinandersetzung mit vielen unterschiedlichen Flechttechniken und Materialien. Sie absolvierte Ausbildungen bei internationalen Flechtkünstler:innen und studiert seit 2022 an der Kunstuniversität Linz in der Abteilung Bildhauerei. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch handwerkliche Präzision und einen künstlerischen Freigeist aus. Dabei gelingt es ihr, den Bogen von archaischen Handwerkstechniken hin zu modernen ästhetischen Ausdrucksformen zu spannen.

In ihrer letzte Werkserie „i m not a basket“ verwandelt Nicole Kudla banales Zeitungspapier durch akribisches Schneiden, Rollen und Flechten in lebendige, organische Formen. Die Hingabe und der enorme Zeitaufwand, die in diesem Handwerk stecken, stehen in einem reizvollen Kontrast zur Alltäglichkeit des Papiers. Durch dieses Spannungsfeld generiert diese Werkserie tiefgründige Fragen nach dem Nutzen, dem Gebrauchswert und der Nachhaltigkeit von Information sowie Material in einer immer rasanteren Welt.


VIENTA ist ein lebendiges, in Wien ansässiges Bläserensemble, das fünf junge talentierte Musiker:innen aus unterschiedlichen internationalen Hintergründen vereint. Das Quintett verbindet herausragende solistische und orchestrale Erfahrung mit einer gemeinsamen Leidenschaft für Kammermusik. VIENTA hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Grenzen musikalischer Innovation durch Kreativität, Mut und Inklusivität neu zu definieren. Indem das Ensemble künstlerische Einflüsse aller Kulturen und Geschlechter aufgreift, schafft es eine harmonische Plattform, die Vielfalt und Zusammenhalt feiert. Das Programm widmet sich dem Thema Frieden und bietet Stücke u.a. von Valerie Coleman, György Ligeti und Henri Tomasi. Besetzung: Flöte: Ramona Forer, Oboe: Iris Enache, Klarinette: Lena Scheurich, Horn: Simon Aiglstorfer-Zach, Fagott: Carol Yue Wang


Zeitplan
Einlass: 18:30 Uhr
Vernissage: 19 Uhr (Kunsthaus)
Konzert: 20 Uhr (Lembacher Hof)


Eine Übersicht über alle Kunsthaus Veranstaltungen gibt es in folgendem Beitrag: https://www.lembach-online.at/2026/05/veranstaltungen-im-kunsthaus/


Öffnungszeiten
Samstag und Sonntag, 14–17 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung, Kontakt: Andrea Zaglmair, +43 676 4302350, zaglmair.andrea@gmail.com – auch Führungen sind nach Vereinbarung möglich!

Profilbild von Mut zum Frieden – Lembach26
Mut zum Frieden – Lembach26 Magdalena Mülleder Geschichte und Kultur
Verfasst am: 08.09.2026
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