Lichtsignal statt Höhenfeuer

Letzte Veranstaltung zum Bauernkrieg-Gedenkjahr 2026

Bei herrlichem Sommerwetter fand am Freitag, 14. August, bei der Bauernkriegsbuche in Obernort die letzte große Veranstaltung des Bauernkriegs-Gedenkjahres in Lembach statt. Die zahlreichen Besucher konnten dabei ein besonderes Schauspiel erleben: das historische Höhenfeuer wurde heuer nicht mit Feuer, sondern mit einer modernen Lichtinszenierung nachgestellt.

Nach der Eröffnung durch Vizebürgermeister Reinhard Richtsfeld sorgte die Herzogsdorfer Tanzlmusi mit zünftiger Musik für beste Unterhaltung. Die Musikanten spielten so kräftig auf, dass ihre Musik bis nach Lembach zu hören war. Auch für das leibliche Wohl und die Unterhaltung der Kinder war bestens gesorgt.

Gegen 21 Uhr wurde nochmals Kontakt mit dem Team in St. Agatha aufgenommen und der Ablauf für das bevorstehende Lichtsignal abgestimmt. Um 21:15 Uhr war es dann so weit. Die zahlreichen Besucher hatten bereits am historischen Hügelkamm, der höchsten Erhebung in Obernort, Aufstellung genommen und warteten gespannt auf das Zeichen aus St. Agatha.

Lange mussten sie nicht warten. Aufgrund der ausgezeichneten Fernsicht war das Lichtsignal aus St. Agatha trotz der knapp zwölf Kilometer Luftlinie sehr gut zu erkennen. Danach waren die Lembacher an der Reihe. Mit zusätzlicher Scheinwerferverstärkung wurde St. Agatha angepeilt. Auch dort wurde das Lichtsignal sofort erkannt und bestätigt.

Vor 400 Jahren war es das Feuer, diesmal war es mit den Mitteln der Jetztzeit das Licht. Damit wurde die Überlieferung rund um die Bauernkriegsbuche und das historische Höhenfeuer auf besondere Weise in die Gegenwart geholt. Die schönsten Eindrücke dieses außergewöhnlichen Moments sind in der anschließenden Fotostrecke festgehalten.

Nach der Lichtsignalübertragung ging der gemütliche Abend weiter. Die Kinder konnten sich auf der Pöttinger-Ladewagen-Hüpfburg austoben, während Knacker und Käsekrainer zum Selbergrillen und die weiterhin aufspielende Tanzlmusi für einen gemütlichen Ausklang sorgten.

Ein besonderer Dank gilt der Familie Ammerstorfer, die nicht nur das Areal für die Veranstaltung zur Verfügung stellte, sondern auch einen Teil ihres Fuhrparks und weiteres technisches Equipment für die Durchführung bereitstellte.

Mit dem Höhenfeuer in Obernort ging das Veranstaltungsprogramm des Bauernkriegs-Gedenkjahres in Lembach zu Ende. Was vor 400 Jahren mit einem Feuer begann, wurde heuer mit einem Lichtsignal eindrucksvoll in Erinnerung gerufen.

Apropos Ende des Gedenkjahres: Im Kunsthaus Lembach finden aber noch bis Ende Oktober laufend Vernissagen statt.

Profilbild von Reinhard RICHTSFELD
Reinhard RICHTSFELD LO-Herausgeber
Verfasst am: 17.08.2026
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