
Raum-Tier-Mensch
Mit der Vernissage von Girlinger und Eibl geht die Kunsthaus-Veranstaltungsreihe in die vorletzte Runde.
Das Kunsthaus hat sein Gewand schon wieder gewechselt, denn diesen Samstag, 3. Oktober um 19 Uhr findet die vierte und vorletzte Vernissage statt. Die 2er Ausstellung dauert bis 18. Oktober und wird von der Künstlerin Sonja Girlinger und dem Künstler Josef Eibl gestaltet. Begleitet wird die Vernissage am kommenden Samstag mit Musik von David und Julia Eibl und einer anschließenden Lesung von Silvia Pistotnig – in Kooperation mit dem Literaturschiff.
Der Eintritt (Vernissage, Ausstellung, Musik, Lesung) ist FREI!
© Andrea Zaglmair
Josef Eibl (geb. 1957, lebt in Niederkappel) ist Autodidakt. Vor 35 Jahren gab es einen „Erstkontakt“ mit der Malerei, der zu einem andauernden wurde. Als Lehrer und Direktor der Volksschule Lembach entstand eine enge und nachhaltige Verbindung zur Gemeinde Lembach. Jedes Bild birgt ein Geheimnis. Jedes Bild führt zu einem Geheimnis, einem Geheimnis, das unaussprechlich ist und daher ein Bild braucht. So ein Geheimnis in Worte gefasst werden kann, ist es ja richtiger, darüber zu schreiben. Das Bild wäre dann ein unnötiger Zusatz zur Schrift. Was hier und heute zu sehen ist, das ist die Bedeutung, das ist die Herausforderung für die Sehenden. Worte können zwar Türen oder Fenster zum Bild öffnen, doch könnte man ein Bild erschöpfend beschreiben, hätten die Farbe und die Form keinen ihnen eigenen Mehrwert, keinen Sinn mehr.
© Andrea Zaglmair
Sonja Girlinger (geb. 1963, lebt in Lembach) hat sich durch den Besuch diverser Kurse in der VHS Linz und bei verschiedenen Künstler:innen eine eigenständige Art zu zeichnen und zu malen angeeignet. Sie hat sich unter anderem von Renate Moran (Acryl), Mag.art.Harald Birklhuber, (Akt und Naturstudien), Eva Meloun (gemischte Technik), Bogdan Pascu (freie Malerei), Robert Oltay (Kopf und Figur) uva. ihre Inspiration und Wissen geholt. Ihr dynamischer, temperamentvoller Strich und das impulsive Spiel mit den Farben ziehen die Betrachter:innen in Bann. Bevorzugte Materialien sind Pastellkreide, Kohle, Acryl, Stifte etc.
Tiere, Porträts und Aktzeichnungen sind ihre Leidenschaft. Aber auch Landschaften und Gegenständliches wird auf Papier oder Leinwand gebracht. Eine Anzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen zeugen vom großen Interesse für ihre Bilder.
Silvia Pistotnig (geb. 1977, lebt und arbeitet in Wien) hat zweimal das Arbeitsstipendium des Bundes, den Literaturpreis des Landes Kärnten und das Projektstipendium des Bundes erhalten. Neben ihren Büchern „Nachricht von Niemand“ (2010) „Tschulie“, (2017), „Teresa hört auf” (2021) und „Die Wirtinnen“ (2023) hat sie in Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht.
An diesem Abend liest sie aus Alles mit Eigengewicht – Sind wir jemals gut genug: Ein atemloser Text über Idealbilder und Vergänglichkeit
Mein Körper. Fühle ich mich wohl in meinem Körper? Bin ich zufrieden mit meinem Körper? Kann ich akzeptieren, dass er sich verändert? Kann ich ihn annehmen, wie er ist? Und die Frage aller Fragen: Warum kann ich meinen Körper nicht lieben?
Silvia Pistotnig ist das, was man manchmal ein bisschen neidisch als „fit“ bezeichnet. Ein Tag ohne Workout- Einheit macht sie grantig. Das passt schon, denn ein trainierter Body signalisiert: Ich investiere in mich, ich will gesund sein, ich will Erfolg. Silvia Pistotnig zweifelt – und hört endlich ganz bewusst auf ihren Körper. Und der fragt kritischer nach als erwartet: Magst du mich eigentlich? Kannst du mich wertschätzen? Wovor läufst du davon? Und hey, feministisch, raunzt er, ist das nicht, was du machst. Das sitzt. Eine Kindheit ohne Sport, ein Körper, den man der Veränderung durch Mutterschaft und Alter entreißen will, das große Hadern mit Schönheitsidealen und der eigenen Sterblichkeit: Silvia Pistotnig enthüllt, wie unbarmherzig wir auf uns selbst schauen – und dass unser Leben Gewicht haben darf.
Weitere Infos: https://www.dasistwasser.com/wasserlaufer-innen/silvia-pistotnig
Zeitplan
Einlass: 18:30 Uhr
Vernissage und Musik: 19 Uhr (Kunsthaus)
Lesung: 20 Uhr (Tancafé)
Eine Übersicht über alle Kunsthaus Veranstaltungen gibt es in folgendem Beitrag: https://www.lembach-online.at/2026/05/veranstaltungen-im-kunsthaus/
Öffnungszeiten
Samstag und Sonntag, 14–17 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung, Kontakt: Andrea Zaglmair, +43 676 4302350, zaglmair.andrea@gmail.com – auch Führungen sind nach Vereinbarung möglich!




















