Sonntag, 5. Juli 2026 – Endlich Ferienzeit, Urlaubszeit: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid ..“

DAS WORT ZUM SONNTAG | von Pfarrer Maximilian PÜHRINGER

Die Ferien stehen kurz bevor. Viele Menschen versuchen in Urlaub und Sommerfrische Erholung zu finden, auszuruhen, neue Kräfte zu sammeln. Es ist wichtig, in unserer hektischen, hochnervösen Zeit umso mehr.


Predigt von Maximilian PÜHRINGER
für die Pfarren in Oberkappel, Altenhof, Lembach, Neustift

Heutiges Evangelium (siehe weiter unten)

Den eigenen Akku wieder auffrischen

Und da dringen dann die Worte Jesu aus dem Evangelium an uns heran: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken….und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.“ Mühselig und beladen, das sind wir im Laufe eines Lebens alle immer wieder einmal auf unterschiedliche Art und Weise. Wie tröstlich, dass der Herr uns einlädt alles zu ihm mitbringen zu dürfen. Er will uns erquicken, d.h. erfrischen. Der Herr ist die beste Erfrischung überhaupt. Und dann sagt er noch, dass wir bei ihm Ruhe finden können für unsere Seele.

Körper, Seele, Herz wollen zur Ruhe kommen

Nicht nur unser Körper, auch unsere Seele, unser Herz muss zur Ruhe kommen. Das dürfen wir nicht vergessen. Was für Menschen dürfen/sollen wir da sein? Wie können wir uns da einander helfen, dass wir zur ruhen komm? Ich denke wir alle brauchen da eines: ein mitfühlendes Herz. Wo ein mitfühlendes, verständiges Herz, da kommt mehr Ruhe ins Leben, in das eigene Leben, iins Leben der Mitmenschen, ins Leben der Kirche. Was ist für ein mitfühlendes Herz wichtig. Ein paar kurze Gedanken dazu.

Einfach den anderen Menschen wieder „sehen“ und ihm „zuhören“

Erstens: Zuhören. Sich die Zeit nehmen dem anderen einfach zuzuhören. Ich fürchte, dass dies am wenigsten gelebt wird. Einfach zuhören und hinhören, egal wo wir sind zuhause, im Beruf, unter Freunde. Wo man sofort mit Lösung kommt, will man gar nicht zuhören. Und wir brauchen auch nicht immer eine Lösung für alles. Uns kann schon leichter sein, wenn uns jemand zugehört hat und wir uns ausreden konnten.

Das Gehörte ins Gebet und in die Messe mitnehmen

Zweitens: Das Gehörte mitnehmen ins Gebet und auch in die heilige Messe. Das, was wir da gehört haben sind Anliegen unserer Mitmenschen. Und diese Anliegen dürfen wir Gott sagen, Gott weitersagen, ganz konkret im Gebet und auch hier in der heiligen Messen dürfen wir das auf den Altar legen. Das wäre eine gute Praxis, Gebet für andere. „Ich bete für dich,“ ist ein schönes Signal, dass wir unseren Mitmenschen immer wieder einmal senden dürfen. Gebet für andere ist unendlich kostbar und wertvoll.

Wir brauchen „Vorurteile“, aber nicht all zu viele

Drittens: Umgang mit Vorurteilen. Wir haben alle unsere Vorurteile und ohne gewisse Vorurteile könnten wir gar nicht leben. Es gibt ein philosophisches Vorurteil ohne, dass wir nicht denken können, nämlich, dass ich hier Wirklichkeit erfahre, dass hier Wirklichkeit ist. Aber wir müssen da an uns, an unserer ratio arbeiten. Ich darf nicht den anderen mit Vorurteil in alle Ewigkeit fixieren und festlegen. Wo wir immer bei unseren Vorurteilen bleiben, kann es passieren, dass wir jemand regelmäßig nicht ernst nehmen, dass ist schlimm nicht ernst genommen zu werden, und da kommt dann jemand nie an unser Herz heran. Und das ist schlimm. Arbeiten wir an unseren Vorurteilen, halten wir sie auf einen möglichst kleinen Level.

Wenn du nicht loben kannst, dann schweige!

Viertens: Die Frage wie wir miteinander und übereinander reden? Wir sollen nicht dauernd jemand mit unseren Kommentaren und unserem Gerede ins schlechte Licht rücken. Wir alle wissen es, ein Wort ist halt oft so schnell gesagt. Der hl. Josef Maria Escriva meinte einmal: „Wenn du nicht loben kannst, dann schweige!“ Es gibt noch viel zu tun.


Liebe Brüder und Schwestern!

Mitfühlsam und einfühlsam soll unser Herz werden, dann finden wir nach und nach die innere Ruhe. Wir bleiben Lernende. Dazu lädt uns der Herr heute ein. „Lernt von mir.“ Tun wir das. Üben wir das Zuhören, nehmen wir die Anliegen mit ins Gebet und in die heilige Messe, passen wir mit den Vorurteilen auf und schauen wir auf die Art und Weise unseres Redens. „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen sein ich will euch erquicken….und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.“ Amen.


Bibel: das heutige Sonntags-Evangelium


Evangelium
nach Matthäus 11, 25–30

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Bildnachweis: FPP AI


Ich sage Dir herzlichen Dank für das Lesen meiner Sonntagspredigt. Ich wünsche Dir und Deiner Familie noch einen schönen Sonntag und Gottes Segen für die kommende Woche. Ich segne Dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. AMEN.

HERZLICHE EINLADUNG – Die Kirche steht Dir immer offen in Lembach. Wenn Messe ist. Wenn Anbetung ist. Aber genau so auch wenn die Kirche gerade leer ist und du einfach Ruhe finden willst. Ich freue mich immer über Deinen Besuch ..
.. und Jesus ganz sicher auch :)))


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Wort zum Sonntag (G) Josef REINTHALER Religion
Verfasst am: 07.07.2026
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