
Eröffnung communale – Programm
In genau zwei Wochen, Samstag, 16. Mai, wird in Lembach die communale oö eröffnet. Mehr im Beitrag.
Die communale oö ist das größte Festival in Oberösterreich für zeitgenössische Kunst und Kultur im ländlichen Raum, das alle zwei Jahre in ausgewählten Gemeinden stattfindet. Heuer dreht sich beim Festival alles rund um das Ereignis Bauernkrieg 1626, der in Lembach seinen Anfang nahm. Der Bauernkrieg wird als Anlass genommen, über Frieden, Gerechtigkeit und Zusammenhalt nachzudenken. Am 16. Mai wird in Lembach die communale offiziell eröffnet. Mehr Informationen zum Festival finden sich auf folgender Webseite: communale.at
16 Uhr – Ökumenischer Begegnungsgottesdienst
Bischof Manfred Scheuer, Superintendent Dr. Gerold Lehner und Pfarrer Mag. Maximilian Pühringer leiten einen ökumenischen Begegnungsgottesdienst, bei dem sich vor allem auch die Lembacher Kinderbildungseinrichtungen inhaltlich beteiligen: Krabbelstube und Kindergarten präsentieren gemeinsam das Lied „Alle zusammen“. Der Schulchor der TNMS singt das Lied „Für die Liebe“ (Berge), außerdem werden ein Friedensmärchen, eine Fantasiereise ins Land des Friedens sowie Friedenslaternen Teil des Gottesdienstes sein. Besucher:innen können zudem liebevoll gestaltete Friedenstauben mit persönlichen Botschaften als Zeichen des Friedens mitnehmen.
17 Uhr – Präsentation der Kunstobjekte im öffentl. Raum, Erstbegehung Friedensweg und Pflanzung Kastanienbaum
Nach dem Gottesdienst werden im Zuge eines Festzuges die Kunstobjekte von Künstler Hermann Eckerstorfer im öffentlichen Raum präsentiert und vorgestellt. Danach begibt sich der Festzug über den Friedensweg zur Alfons-Dorfner-Halle. Auf dem Weg dahin wird auch noch Halt gemacht für die Pflanzung eines Kastanienbaumes in der Nähe der Volksschule, für die sich die Goldhaubengruppe Lembach verantwortlich zeigt.
ca. 18 Uhr – Festakt
Der Festakt mit Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer in der Alfons-Dorfner-Halle wird von Moderator Günther Madlberger begleitet und umfasst neben Festreden, Ansprachen und einem Dialog mit dem Lembacher Projektteam folgende Programmpunkte:
Das Filmprojekt der Grauwerk Filmproduktion „Wieso es sein musste“ beleuchtet Ursachen des Bauernkriegs und macht verständlich, warum Menschen unter Druck und Ungleichheit nur mehr Widerstand als Ausweg sehen. Kurze, eigenständige Folgen verbinden historische Hintergründe mit aktuellen Fragen.

Die Theatergruppe Lembach greift Momente des Bauernkriegs auf: In Szene 1 wird der versuchte Raub eines Pferdes durch bayerische Besatzungssoldaten bei der Schmiede zum zündenden Funken des Aufstands. In Szene 2 prallen am Marktbrunnen ein evang. Pastor und ein Jesuit aufeinander und ringen um die „göttliche Ordnung“.
Foto: Theatergruppe Lembach
Markus Hofer ist Software Engineer und Komponist mit großer stilistischer Bandbreite. Das Werk „Echoes of the Peasants“ verbindet Progressive Rock mit Blasmusik- und Streicherklängen. Es zeichnet Stimmungen und die Dynamik des Bauernkriegs musikalisch nach und wurde eigens für das Lembacher Friedensprojekt komponiert.

Historiker Hannes Leidinger und Schauspieler Cornelius Obonya präsentieren mit „Gestern nu und heit scho“ einen Eröffnungsdialog über die anhaltende Wirkung des Bauernkriegs zwischen Erinnerung, Mythos und Gegenwart.
Fotos: Buchmesse Wien, Sasha Ilushina
Der Schulchor der TNMS Lembach singt ein selbstgereimtes Friedenslied – nach der Melodie des Schlagers „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ (1971). Das Publikum ist eingeladen, mitzusingen.
Musikalisch umrahmt wird der Festakt von einem Ensemble der Landesmusikschule, kulinarisch sorgen die Bezirksbäuerinnen für das Wohl der Gäste.



















