Sonntag, 7. Juni 2026 – Barmherzigkeit ist keine Schwäche

DAS WORT ZUM SONNTAG | von Pfarrer Maximilian

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Predigt von Maximilian PÜHRINGER
für die Pfarren in Oberkappel, Altenhof, Lembach, Neustift

Heutiges Evangelium (siehe weiter unten)

Was ist Barmherzigkeit?

„Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, denn ich bin gekommen, die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.“ In der Berufung des Matthäus und im Mahl mit den Sündern und in vielen anderen Begebenheiten seines Lebens hat uns Jesus diese Barmherzigkeit vorgelebt. In der Bergpredigt sagt er sogar einmal: „Seid barmherzig, wie euer himmlischer Vater barmherzig ist.“ Aber was ist Barmherzigkeit eigentlich? Wie zeigt sich Barmherzigkeit?

Manche verwechseln Barmherzigkeit mit Schwäche oder damit, einfach ein Auge zuzudrücken, das Ganze nicht wirklich wahrzunehmen. Ich denke, Barmherzigkeit ist ganz genau die Mitte zwischen Härte und Desinteresse. Die Härte des Charakters jener, die sich damals am Karfreitag vielleicht noch über den geschundenen Gekreuzigten lächerlich gemacht haben. Die Härte jenes Reichen, der den armen Lazarus, dem die Hunde die Geschwüre leckten, vor seiner Türe gesehen hat und nichts getan hat. Es gibt wohl auch heute viele Härtefälle. Das hat mit Barmherzigkeit nichts zu tun.

Menschen abschreiben ist nicht barmherzig

Und das Desinteresse, das wäre gar nicht hinzuschauen, dass wir einen Menschen abgeschrieben haben. Das ist auch nicht barmherzig. Das Gegenteil macht Jesus im Evangelium. Er ruft Matthäus, einen Zöllner, in die Nachfolge. Er sagt Matthäus, dass er ihn brauchen kann. Er zeigt ihm und uns allen, was wir ihm wert sind. Er ruft uns beim Namen. Das ist die Barmherzigkeit Gottes, dieses Hingehen und Sich-uns-Zeigen. So ist Gott.

Liebe Brüder und Schwestern!

Wir dürfen uns bemühen, das nachzuahmen. Hingehen zum anderen und ihm zeigen: Du bist es mir wert, auch wenn wir in unserer Beziehung die eine oder andere Schramme abbekommen haben. Wir fangen neu an. „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Amen.


Bibel: das heutige Sonntags-Evangelium


Evangelium
nach ​Matthäus 9, 9–13

In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Und Matthäus stand auf und folgte ihm nach.Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war, siehe, viele Zöllner und Sünder kamen und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.

Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer! Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

Bildnachweis: FPP AI


Ich sage Dir herzlichen Dank für das Lesen meiner Sonntagspredigt. Ich wünsche Dir und Deiner Familie noch einen schönen Sonntag und Gottes Segen für die kommende Woche. Ich segne Dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. AMEN.

HERZLICHE EINLADUNG – Die Kirche steht Dir immer offen in Lembach. Wenn Messe ist. Wenn Anbetung ist. Aber genau so auch wenn die Kirche gerade leer ist und du einfach Ruhe finden willst. Ich freue mich immer über Deinen Besuch ..
.. und Jesus ganz sicher auch :)))


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Wort zum Sonntag (G) Pfarre Lembach Religion
Verfasst am: 07.06.2026
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